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Die Geschichte des Bocholter Kreuzes

s. Wikipedia: HIER

s. Artikel "700 Jahre Bocholter Kreuz": HIER

s. powerpoint-Vortrag mit 50 Folien von Pfr. Gehrmann auf pdf: HIER

  • 1315
    trat am Ostermontag Blut wundersam aus dem Kreuz hervor und floss auf das Gewand einer Frau.
  • 28.6.1404
    In der alten, romanischen Kirche wurde von einem wohlhabenden Bocholter Bürger namens Johann Wyltynck eine Kreuzvikarie gestiftet.
  • 1415-1486
    Bau der neuen, gotischen Kirche
  • 1422
    erhielten Stadtpfeifer aus Dortmund, welche am Fest Kreuzauffindung in Bocholt spielten, aus der Stadtkasse eine Vergütung.
  • 1459
    wurde eine Rente für die dauernde Unterhaltung einer Lampe vor dem hl. Kreuz gestiftet.
  • 1462-1544
    Die Stadtrechnungen verzeichneten jährlich Aus­gaben anlässlich der Kreuztracht am Feste Kreuz­erhöhung (14. September) zugunsten der Stadt­knechte, die den Prozessionsweg reinigen und instandsetzen mussten.
  • 1469
    Ein Festprediger, ein Franziskaner aus Rees, wurde mit seinen Gefährten abgeholt und zurückgebracht.
  • 1477
    erhielten die Schützenbrüder, die dem Kreuz voran­ gingen, einen rheinischen Gulden. Auswärtige Besucher zum Fest Kreuzerhöhung wurden von Abgaben befreit.
  • 1482
    wurden wertvolle Votivgaben am Kreuz gestohlen. Der Dieb wurde gefasst und gehängt.
  • Seit 1563
    fand am Tag Kreuzerhöhung eine allgemeine Heer­schau der städtischen Wehr statt mit einer Übung vor dem Amtsdrosten, den fürstlichen Amtsleuten und dem Adel der Umgebung.
  • 1571
    Fürstbischof Johann von Hoya verlieh der Stadt ein Jahrmarktsprivileg „auf den anderen Tag exaltationis crucis".
  • 16.12.1679    
    Der Weseler Pfarrer A. von Dorth skizzierte in seinem Reisetagebuch den Kreuzaltar in St. Georg mit der Darstellung des Blutwunders.
  • 30.1.1686
    Papst Innozenz XI. stattete den Kreuzaltar mit besonderen Privilegien aus.
  • 24.3.1688
    Erwähnung des „miraculosi Crucifixi"  im Festkalender des Jesuiten Kloppenburg
  • 1733
    wurde eine zwölf eckige Tafel mit einer Inschrift der überlieferten Legende vom Blutwunder angebracht.
  • 1741  
    verlieh Papst Benedikt XIV. dem Kreuzaltar zu St. Georg das Ablassprivileg.
  • 1750 
    Stiftung einer silbernen Dornenkrone
  • Mitte d. 18. Jh.
    In Augsburg erschien ein Kupferstich mit der Darstellung des Blutwunders und einem diesbezüglichen Text.
  • 1771
    wurde eine silberne Votivplatte mit der Darstellung einer Kuh gestiftet.
  • 27.6.1788
    Papst Pius VI. gewährte allen Gläubigen, die vor dem Kreuz in den Anliegen der Gesamtkirche beten, nach dem Empfang der hl. Sakramente einen Ablass zu den Feiertagen Kreuzauffindung, Kreuzerhöhung und am Freitag vor dem Passionssonntag.
  • 15.–17. Jh. 
    Kreuztrachten der Bocholter Bürger und des Umlandes
  • Im 18. Jh.
    kamen auch auswärtige Wallfahrtsgruppen und Einzelpilger aus dem Gelderland.
  • Anf. d. 19. Jh. 
    Die Wallfahrten von auswärts hörten während der napoleonischen Zeit auf.
  • 1860-1879
    Bei der Restaurierung der St.-Georg-Kirche unter Pfarrer Vahrenhorst wurde ein neuer Kreuzaltar errichtet, wobei das hl. Kreuz in einen Gnadenstuhl (Dreifaltigkeitsdarstellung) eingefügt wurde.
  • 1907
    fand man bei der näheren Untersuchung eines auf­bewahrten Frauengewandes in dessen Falten einen Pergamentstreifen mit einem kurzen Bericht über das Geschehnis von 1315. (A. von Dorth erwähnte 1679 das blutbefleckte Frauengewand, welches in einem Kasten neben dem Kreuzaltar aufbewahrt wurde).
  • 1915
    erschien zum 600jährigen Jubiläum des Blutwunders von 1315 ein eigenes Gebetbuch mit dem Titel „Kreuzesblüten", herausgegeben von Prälat Franz Richter.
  • 22.3.1945  
    Bei der Zerstörung der Kirche wurde das Kreuz, in einem Bunker an der Südwand des Querhauses ge­lagert, nicht beschädigt. Der Kreuzaltar und das Frauengewand nebst Pergament verbrannten.
  • 1965-1967
    Bei der Restaurierung von Kreuzesbalken und Corpus in der Werkstatt des Landesdenkmalamtes in Münster wurde die Urfassung aus dem 14. Jahr­hundert freigelegt.
  • Bis 1997
    Kreuzverehrung an einzelnen Sonntagen nach dem 14. September (Fest Kreuzerhöhung) mit den Wallfahrten von neun umliegenden Ortschaften. Jährliches Ende und Höhepunkt  war am 3. Sonntag im Oktober, dem Kirmessonntag (Kirch­weihfest von St. Georg), mit dem Kerzenopfer der Stadt Bocholt und der Kirchengemeinde St. Georg.
  • 14.9.1997 
    Sternwallfahrt zum Kreuz anlässlich des Jubiläumsjahres „775 Jahre Stadt Bocholt"
  • Seit 1998
    Kreuzwallfahrt und Kerzenopfer von neun Ortschaften gemeinsam am Sonntag nach dem 14.9. (Fest Kreuzerhöhung), Kreuzwallfahrt und Kerzenopfer der Stadt Bocholt un der Kirchengemeinde St. Georg am 3. Sonntag im Oktober, dem Kirmessonntag (Kirch­weihfest von St. Georg)
  • 2000 
    Neuere Untersuchungen wurden veröffentlicht und ergaben, dass das Bocholter Kreuz Anfang des 14. Jh. nach dem Vorbild des Kreuzes in Maria im Kapitol (Köln) geschnitzt wurde.
  • 2015                                                                                                                                                                                                                        700jähriges Jubiläum des Blutwunders von 1315